Session am Baggersee

„Unser“ Fischwasser ist ja in den letzten Wochen massiv in den Medien präsent- mal ist von einer „Krebsplage“ die Rede, und ganz plötzlich realisieren die Leute, das in dem See verdammt viel Kraut wuchert- weils beim Schwimmen am Bauch kitzelt.
Uns entlockt diese Berichterstattung nur ein müdes Lächeln, ist uns die „Krebsplage“ schon vor ein paar Jahren aufgefallen, als sie noch keine war, und auch das Kraut vermehrte sich von Jahr zu Jahr exponentiell.
Nun werden wir mal sehen, wie Verantwortlichen auf die Situation reagieren- es ist von einem „behutsamen“ Besatz mit Graskarpfen die Rede, als Sofortmassnahme trieb sich die letzte Woche in den Morgenstunden ein „Krautmäher“ auf dem Wasser rum, der allerdings nur bis zu einer Tiefe von 1.5m arbeiten kann, was unseren Fischis und damit auch uns zu Gute kommt: Die Standplätze bleiben erhalten, auch deshalb, weil die Plateaus im See nicht bearbeitet werden, da sie nicht in der Badezone liegen. Hoffen wir, das da mit Sachverstand an die Sache rangegangen wird, und nicht blind Exoten besetzt werden, die dann letztendlich nur mit einen biologischen Pyrrhus-Sieg das gewünschte Ergebnis zu Tage fördern…

Frei nach dem Motto „schau mer mal“ haben wir uns am Samstag Abend am Ufer niedergelassen, wurden prompt von einem satten „Platscher“ empfangen- der kam nicht aus dem See, sondern vom Himmel, und wir haben aus unseren Fehlern gelernt: Anstatt der „Augen zu und durch“- Mentalität die wir noch vor einem Jahr an den Tag gelegt haben, warteten wir das Gewitter in Martins Roamer Dome ab und machten uns erst danach an den restlichen Aufbau und das Ausbringen der Ruten. Mit von der Partie war auch wieder Christian, den wohl manche als „Zander_1“ aus den Foren kennen- und wie immer hatten wir drei einiges zu bequatschen, bis wir uns nach dem Support- Besuch von Ogl gegen 0.00 Uhr ein bisschen niederlegten.
Wir konnten die Nacht leider in Ruhe verbringen- ich träumte gerade von meinem ersten 30er, als ich durch Martins Stimme geweckt wurde: „HIAS!“. Gegen Halb sieben am Morgen hatte sich doch tatsächlich noch ein Fisch an seine Rute verirrt. Wir befischten den selben Spot in ca. 200 m Distanz, als Köder dienten wieder unsere Selfmade- Sinker in Verbindung mit einem Prologic Muschel- Popup.
Nach kraftvollem Drill vom Boot aus konnte Martin einen schönen Spiegler landen, der mit guten 20 Pfund zu Buche schlug- ein Kämpfer durch und durch! Allgemein lässt sich die Beobachtung machen, das die Fische aus diesem See in einer hervorragenden Verfassung sind, leuchtende Farben bei den Rotaugen, und eine Kampfstärke bei den Karpfen, die ich bisher in der Relation nur aus Martins eigenem See kenne- sie scheinen sich allesamt im Kraut pudelwohl zu fühlen.
Martin erlebte dann noch beim Wiederausbringen seiner Ruten eine kleine Irrfahrt: Der dichte Nebel machte eine Rückkehr zur „Heimatbasis“ sehr schwierig, und wir überlegen, die MS Carp mit einem Nebelhorn auszustatten…
Genug der vielen Worte- viel Spaß mit den Bildern!

20,5er_spiegler
Martin und sein 20 Pfund Krafpaket

hias_christian mscarp_nebel2
„Nebel des Grauens“: Christian und meine Wenigkeit vor einer weißen Wand aus Wasserdampf, durch die sich Martin
kurze Zeit später mit dem Schlauchboot arbeiten musste („Schreits mal, wo seitsn ihr!“)

ruten_nebel ruten
Zweimal fast identische Perspektiven: einmal mit Nebel gegen 7.00 Uhr morgens, und dann ca.
drei Stunden später, als es aufklarte.

Matthias

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