Der aus der Kälte kam…

Nein, man muss sich nicht verwundert die Augen reiben- es gibt auch noch „normale“ Karpfen in Regensburger Gefilden ;). Dieser hier hatte 22 Pfund, und hat deswegen auch nicht weniger Freude gemacht. 

In diesem Sinne, geht raus, auch wenns ungemütlich ist 😉

Futterplatz = Raubfischplatz!

Auf länger befütterten Plätzen stellen sich oft neben einer Vielzahl an Friedfischen auch Raubfische ein.
So auch in diesem Fall. Bevor ich die Karpfenruten auslegen wollte, versuchte ich mein Glück noch mit der Spinnrute mit dem eigentlichen Zielfisch Zander. Doch als direkt an der Steinpackung dieser 1,02m Hecht den Gummifisch packt, ist auch das ein mehr als willkommener Räuber!

 

Neuer Platz – neues Glück!

An den bewährten Spots läuft es momentan eher schleppend, vielleicht passt der Wasserstand einfach nicht, möglicherweise ist aber auch der steigende Befischungsdruck eine der Hauptursachen. Wenn immer und immer wieder verschiedenste Fischimitationen das Wasser durchkämmen, lernen die Fische schnell dazu und meiden diese Bereiche.
Deshalb die Devise, ausgetretene Pfade zu verlassen: Neuer Platz – neues Glück! Und es sollte sich auszahlen, nach einem Fehlbiss konnte ich nur wenige Würfe später diesen Hecht von exakt 100cm landen.
Beim Hakenlösen gab es dann einen kleinen „Unfall“, so dass der Fisch letztlich mit 3 tiefen Risswunden am Zeigefinger teuer erkauft war, was die Freude aber nicht wirklich schmälerte!

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In the cold November rain – und sie beißen noch!

Ob es ein erstrebenswertes Gefühl ist, sich nachts um halb eins im strömenden und kalten Regen ein zähes Ringen mit einem solchen Flusskämpfer zu liefern, muss jeder für sich selbst entscheiden. Für mich ist es das! Schließlich scheint mir dieser markante 33 Pfund Schuppi ein durchaus angemessener Lohn dafür.  Den Motivationsbogen muss man allerdings selbst immer wieder nachspannen, gerade unter solchen Bedingungen. 
Denn hart ist in erster Linie das Zusammenpacken frühmorgens um 5:30 Uhr, um sich auf den Weg in die Arbeit zu machen – ein breites Grinsen bleibt dennoch, wenn man schließlich am Schreibtisch sitzt und die Nacht noch einmal Revue passieren lässt…

Frost is my friend!

Endlich zeigt sich der Herbst – zumindest durch meine Spinnanglerbrille betrachtet – von seiner frostigen Seite. Denn ich liebe diese kalten, einsamen und beruhigenden Abende am Wasser, an denen sich die Rutenringe mit jedem Wurf weiter mit Eiskristallen zusetzen. Jeden Biss muss man sich nun hart erarbeiten, kontaktlos zu bleiben ist die Regel, nicht die Ausnahme. Umso erfüllender, wenn es dann doch wieder einen harten Einschlag in der Rute gibt!
Diesen kugelrunden 81cm Zander konnte ich an einem unserer Karpfen-Futterplätze dazu überzeugen, den Gummifisch zu inhalieren. Mit Sicherheit hat er dort vorher schon den ein oder anderen Weißfisch verdrückt…